Lattenrost – Teil eines perfekt abgestimmten Schlafsystems

Der Lattenrost ist ein wichtiger, aber oft unterschätzter Bestandteil eines guten Schlafsystems. Wer sich eine neue Matratze gönnt, sollte unter Umständen auch den Lattenrost erneuern, denn auch dieser verschleißt irgendwann aufgrund täglicher Beanspruchung. Zwar kann ein Lattenrost durchaus ca. 15-20 Jahre gute Dienste leisten, doch sollte man sich fragen, ob er zur neuen Matratze passt, die Gewichtsbelastung noch in Ordnung ist und den Rahmen auf eventuelle Schäden prüfen. Moderne One-Fits-All-Matratzen über 25 cm Höhe werden aus ästhetischen Gründen gerne einfach auf den Boden gelegt, dabei hat der Lattenrost eigentlich drei wichtige Aufgaben zu erfüllen.

  1. Der Lattenrost gibt der Matratze im Bett Halt. Nur einige alte Bettgestelle haben eine geschlossene Auflagefläche für die Matratze, was aber keine ausreichende Belüftung an der Unterseite ermöglicht.
  2. Durch die Lücken zwischen den Leisten wird die Matratze belüftet, was den Stau von Feuchtigkeit und Wärme verhindert. So werden Schimmel und Stockflecken verhindert und auch Milben suchen eher ein warmes und feuchtes Klima.
  3. richtig abgestimmt auf die Matratze, unterstützt ein flexibler Lattenrost die positiven Liegeeigenschaften und lässt z.B. Schultern und Becken in Seitenlage tiefer einsinken.

Fachhändler wie BettenRiese bieten Lattenroste in verschiedenen Ausführungen an, sodass Sie sich einen guten Überblick verschaffen können. Aber welcher Rahmen ist nun der richtige für Sie? Bis zu 7 Zonen haben die Lattenroste, die vor allem an der Schulter mehr nachgeben als in der Lendengegend. Brauchen Sie so viele Zonen? Unter Umständen ja, das hängt auch von der Matratze ab. Die Faustregel lautet: je höher und anpassungsfähiger die Matratze ist, desto einfacher kann der Lattenrost sein. Bei besonders hohen Matratzen gibt der Lattenrost ausschließlich Halt und sorgt für Belüftung, das Liegegefühl wird aufgrund der Dicke nicht beeinflusst.

Lattenroste mit mehreren Zonen

Wie bei Matratzen gibt es auch bei Lattenrosten ganz unterschiedliche Modelle. Das geläufigste Modell ist der Federholzrahmen mit mehreren horizontalen Leisten aus Holz oder Kunststoff, die nach unten hin nachgeben. Bei einer 30 cm hohen Boxspringmatratze spüren Sie nur wenig vom Lattenrost, weswegen sie keine Zonierung benötigen und ein einfaches Modell durchaus genügt. Sind Sie allerdings Seitenschläfer und haben eine Matratze von 13-18 cm Dicke, werden Sie deutlich spüren, wie sich der Lattenrost dem Druck der Matratze und Ihres Körpers anpasst. Das erhöht die Bequemlichkeit enorm. Wer gerne fest liegt, braucht einen Lattenrost mit Härtegradeinstellung, mit der Sie den Lattenrost auf Ihre Bedürfnissen anpassen können. Damit die Matratze sich nicht in die Zwischenräume der Leisten drückt, sollten Sie darauf achten, dass die Abstände nicht größer als 3-4 cm sind. Deswegen hat ein guter Lattenrost mindestens 28 Leisten, unabhängig von der Höhe der Matratze. Sind die Leisten breiter und der Zwischenraum klein genug, können es auch weniger sein.

Tellerlattenrost, Elektrorahmen & Co

Einige Lattenroste haben tellerförmige Module anstelle von Leisten. Diese Tellerrahmen passen sich dem Körper noch genauer an, denn sie stehen einzeln, weswegen sie in alle Richtungen beweglich sind. Diese Modelle können Sie nur bei Schaum- oder Latexmatratzen benutzen, Federkerne können eventuell Schaden nehmen. Das gleiche gilt für verstellbare Lattenroste. Bei den gängigen Modellen können Sie nur Kopf- und Fußteile nach oben stellen. So können Sie bei Erkältung mit leicht erhöhtem Oberkörper schlafen oder die Füße höher lagern. Mit elektrisch verstellbaren Lattenrosten verwandeln Sie Ihr Bett auf Knopfdruck in eine Wellness-Liege, auf der Sie bequem lesen oder TV schauen können. Älteren Menschen hilft ein elektrischer Lattenrost sogar beim Aufstehen. Bei schmerzendem Rücken und Schulterproblemen oder bei anspruchsvollen Schläfern kann ein funktionaler Lattenrost wirklich der Retter in der Nacht sein.